Das Gemälde „Sonderburg“ von Emmy Gotzmann zeigt eine Landschaft. Das Gemälde ist abstrakt gemalt. Im Hintergrund sind Himmel und Meer zu erkennen. Im Vordergrund ist eine Landschaft mit Gebäuden zu sehen.

UNTERSCHÄTZT!

Starke Frauen der Künstlerkolonie Ekensund

„Da hörte ich zu meinem Entsetzen, daß es Berliner Malweiber seien.“ So lautete 1903 das vorschnelle Urteil eines Malers, als erstmals Künstlerinnen ohne männliche Begleitung zur Künstlerkolonie Ekensund kamen. Die Künstlerkolonie an der nördlichen Flensburger Förde bestand zu diesem Zeitpunkt fast dreißig Jahre und brachte erfolgreiche Künstler wie Wilhelm Dreesen und Alex Eckener hervor. Währenddessen durften Frauen in Deutschland noch nicht einmal an einer Kunstakademie studieren. Der Weg ambitionierter Künstlerinnen führte über die freien Künstlerkolonien, wo sie sich auf dem Gebiet der Freilichtmalerei weiterbilden und mit Kollegen des anderen Geschlechts messen konnten. 

Die Künstlerkolonie Ekensund, die mit ihren Werken einen Schwerpunkt in der Sammlung des Museumsberg Flensburg bildet, wurde ebenfalls von talentierten Frauen besucht. Die damals von der männlich geprägten Kunstwelt unterschätzten Frauen, darunter Agnes Slott-Møller, Emmy Gotzmann-Conrad und Antonia Eckener schufen ein professionelles Netzwerk, zu dem auch Ada Nolde gehörte. Nach zahlreichen Ausstellungen zur Künstlerkolonie wird die Frauenpower von Ekensund im Winter 2025/26 erstmals in den Fokus gerückt.  

Museumsberg , Heinrich-Sauermann-Haus
Details
  • Deutsch
  • Dänisch
  • Rollstuhlgerecht
Datum
  • Sonntag , 28.09.2025 Sonntag , 08.03.2026

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