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Ernst Mollenhauer, "Morgen in Nidden II", 1955

NIDDEN UND DAS MODERNE LITAUEN - Eine europäische Künstlerkolonie im Wandel

Lange hielt sich in Deutschland die Vorstellung, die Künstlerkolonie von Nidden sei mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1944/45 endgültig untergegangen. Ein genauerer Blick auf die Geschichte zeigt jedoch ein anderes Bild: Bereits 1946 arbeiteten wieder erste litauische Malerinnen und Maler vor Ort. Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Landschaft setzte sich damit fort und wird bis heute in Nida lebendig gehalten.

Die Flensburger Ausstellung nimmt diese vielschichtige Geschichte in den Blick und eröffnet neue Perspektiven auf Nidden/Nida. Mit Leihgaben aus litauischen Sammlungen rückt sie nicht nur die Geschichte der Künstlerkolonie in den Fokus, sondern auch das moderne Litauen als lebendigen Träger eines europäischen Kulturerbes von besonderem Rang.

Die Ausstellung lädt dazu ein, Nidden/Nida als einen Ort zu entdecken, an dem Landschaft, Kunst und Geschichte auf besondere Weise miteinander verbunden sind – und dessen kulturelle Strahlkraft weit über die Kurische Nehrung hinausreicht.