Zwei Personen tragen außergewöhnliche Brillen, die futuristisch anmuten.

150 Jahre Museumsberg - Visionen und Utopien

Der Museumsberg Flensburg feiert seine 150-jährige Erfolgsgeschichte mit einer großen Jubiläumsausstellung über gelebte Visionen und Utopien der Zukunft. Auf einer Zeitreise blickt das größte kommunale Museum des Landes voller Stolz und gleichzeitig kritisch zurück auf seine lange Tradition. Kostbare, kuriose, skandalträchtige oder sogar gefälschte Objekte aus der Sammlung bieten zahlreiche Überraschungen. Neugierig und offen für Impulse wagt die Ausstellung aber auch den Blick nach vorne. In einem experimentellen „Zukunftslabor“ werden Utopien für das Museum der nächsten 150 Jahre entwickelt.

Mit seinem imposanten Gebäude von 1903 prägt der Museumsberg die Silhouette der Stadt. 1876 als eines der ersten Gewerbemuseen in Europa gegründet, ging es in Flensburg nie um ein bloßes Ausstellen von Originalen. Seit seiner Gründung wird das Museum als städtische Kultureinrichtung getragen von bürgerschaftlichem Engagement. Historische Unikate und bildende Kunst aus dem Gebiet des ehemaligen Herzogtums Schleswig, aber auch vielfältige Aktivitäten rund um die wechselnden Ausstellungen verbinden Mehr- und Minderheiten beiderseits der Grenze. 

„Mitten im Leben, weithin wirkend und den Forderungen der Zeit aufgeschlossen“, so lautete bereits vor 100 Jahren das visionäre Konzept. Damit war und ist das Flensburger Museum von Anfang an identitätsstiftend für eine ganze Region. Mittlerweile umfasst die durch Schenkungen, Erbschaften und Ankäufe gewachsene Sammlung die Kunst- und Kulturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Thematische Sonderausstellungen und ein vielfältiges Rahmenprogramm stellen die Sammlung immer wieder in einen aktuellen Kontext. Der Museumsberg lädt Menschen aus Flensburg und Besuchende aus aller Welt ein, die Vergangenheit zu erkunden, um die Gegenwart zu verstehen und bereit zu sein für die Zukunft.